Weinkeller

Polvanera entsteht aus einer langen, im Weinbau verwurzelten Familientradition.
Filippo Cassano, Winzer und Önologe, war sich des Potentials des Primitivo in seiner Umgebung schon immer bewusst; aufgrund der Erfahrung seines Vaters und der Ausbildung an der Schule für Önologie „Basile Caramia“ in Locorotondo, entschied sich Filippo dafür, auf eine ganz reine Weinherstellung zu setzen, um die einheimischen Weinreben und die typischen Merkmale seines Landes aufzuwerten.

Polvanera liegt zwischen Acquaviva delle Fonti und Gioia del Colle, mitten in einer einzigartigen Landschaft mit Weingütern, Trockensteinmauern und Flaum-Eichen. Der aussergewöhnliche und einzigartige Weinkeller ist über 8 Meter tief im Kalkstein eingegraben; dieses Milieu, das Nutzen und Schönheit vereint, ermöglicht es, die Weine bei konstanter Temperatur zu veredeln. Neben dem Weinkeller befindet sich als Ort der Gastfreundlichkeit ein historischer Gutshof aus dem Jahre 1820.

Der Weinkeller aus Apulien liegt an einem für den Tourismus strategisch günstigen Ort, da er sowohl von Valle d’Itria als auch von Matera nur 20 Minuten entfernt ist.

Die Weinlese erfolgt in den ersten 10 Tagen im September. Neue Press- und Kelteranlagen ermöglichen es, die Richtlinien einer biologischen Weinproduktion zu erfüllen. Gemeinsam mit seinen erfahrenen Mitarbeitern und mit der Unterstützung seiner Familie, führt Filippo sein ehrgeiziges Projekt fort, mit dem Ziel, die Primitivo-Rebe und andere einheimische Rebsorten aufzuwerten. Dies erreicht er, indem er laufend die Qualität seiner Produkte immer stärker zur Geltung bringt.

Gutshof

Die Errichtung des an den Weinkeller angrenzenden Gutshofs geht auf das Jahr 1820 zurück.
Die Errichtung des an den Weinkeller angrenzenden Gutshofs geht auf das Jahr 1820 zurück und beruht auf einer langen Geschichte. Anfangs wurde diese Einrichtung für die Holzkohleproduktion verwendet. Dort lebte und arbeitete eine kleine Familie, die aufgrund ihrer von Kohlestaub bedeckten „schwarzen“ Haut von den anderen Dorfbewohnern Familie „POLVAGNOR“ (d.h. schwarzer Staub im apulischen Dialekt) genannt wurde. Filippo Cassano hat den Übernamen dieser alten Familie übernommen und daraus den Markennamen für seine Produkte abgeleitet.

Der Name POLVANERA ist zudem ein treffender Begriff für die intensive, dunkelrote Farbe des Primitivos, sowie für das fruchtbare Land mit dem roten eisen- und kalkhaltigen Erdboden. In späteren Zeiten wurde das Bauernhaus als Tierstall verwendet. Nachdem Filippo das uralte, inzwischen unbewohnte Bauernhaus erworben hatte, merkte er, dass sich hinter den verputzten Mauern die alte Natursteinstruktur des Gutshofs verbarg. Durch einige Umbauarbeiten hat der Gutshof heute wieder seine ursprüngliche Schönheit erlangt.

Innerhalb des Gebäudes können Besucher und Gäste Weine kosten, einheimische Gerichte probieren und an kulturellen Ereignissen teilnehmen.

Land

Die Gesamtproduktion der Cantine Polvanera erstreckt sich auf ca. 100 Hektar, die mit Primitivo, Aleatico, Aglianico, Minutolo, Muskateller und Falangina angebaut sind.
Die Gesamtproduktion der Cantine Polvanera erstreckt sich auf ca. 100 Hektar, die mit Primitivo, Aleatico, Aglianico, Minutolo, Muskateller und Falangina angebaut sind. Unsere Weinsorten unterscheiden sich je nach Alter des Weinbergs und der Bodenart, wo die Weinreben wachsen. Die Weinreben befinden sich auf einer Höhe zwischen 300 und 450 m ü. M. Dank der Temperaturschwankungen in dieser Gegend entwickeln die Weinsorten besonders raffinierte und elegante Aromen.

Die Erziehung der Reben erfolgt nach dem Gobelet-System (für die Weinberge,die 60 Jahre alt sind) und dem Sporncordon; alle Reben werden biologisch angebaut. Unsere Weine bleiben dem echten Geschmack der Rebsorten treu; die Weintrauben, die aus den alten Reben stammen, werden nach modernen aber gleichzeitig sehr einfachen önologischen Methoden zu Wein verarbeitet. Reifung und Verfeinerung finden zuerst in Edelstahltanks und dann in Flaschen statt. Holzfässer benutzen wir nicht, um den ureigenen Geschmack des Primitivo nicht mit Holzaromen zu beeinträchtigen und um Oxidationsprozesse zu vermeiden.

Diese Verbindung zwischen Tradition und Technologie bringt einen Wein hervor, der stark im Anbaugebiet verwurzelt ist und die typischen Noten von Eleganz, Trinkfreude, aussergewöhnlicher Frische und Mineralität aufweist.

Primitivo

Es wird angenommen, dass die historischen Spuren des Primitivos in eine antike Region führen, die in der Vergangenheit Illyrien genannt wurde und heute den Regionen Kroatien und Montenegro entspricht. Wahrscheinlich wurde der Primitivo zwischen dem 15. und dem 16. Jahrhundert von slawischen Flüchtlingen, den sogenannten „Schiavoni“ (deutsch „Slawen“) oder von Griechen aus Albanien nach Apulien importiert, die vor der osmanischen Verfolgung flüchteten. Tatsächlich wurde diese Rebe in Apulien bereits mit dem Namen „Zagarese“ angebaut, bevor sie am Ende des 18. Jahrhunderts „Primativo“ genannt wurde.

Am Ende des 18. Jahrhunderts war der von Botanik begeisterte Priester Don Filippo Francesco Indellicati aus Gioia del Colle der Erste, der die Primitivo-Rebe auswählte und mit dem Namen benannte, den wir heute kennen. Er pflanzte die Primitivo-Rebe im Ortsteil „Terzi“ an und taufte die Sorte Primativo, weil die Trauben frühzeitig reiften. Ausgezeichnete önologische Ergebnisse haben die weitere Verbreitung der Primitivo-Rebe während des 19. Jahrhunderts gefördert, vor allem im Gebiet der Murge in den Provinzen Bari und Taranto. Folgende wesentliche Merkmale hat die Primitivo-Rebe der Murge: die Schönheit ihrer intensiven Farbe, die von purpurrot zu rubin- und granatrot geht; klares und frisches Bukett von roten und dunklen Früchten, Kräutern und Gewürznoten; wuchtiger Geschmack, aber trotzdem besonders elegant am Gaumen dank samtiger Tannine und frischer, mineralischer Noten. Diesen Merkmalen verdankt der Primitivo von Gioia del Colle seine überraschende Langlebigkeit.

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